Salve Regina: Sei gegrüßt, o Königin
Die alte Marienantiphon um Trost und Fürsprache
Redaktionsteam von Morning Prayer · Aktualisiert: November 2026
Das Salve Regina ist seit fast tausend Jahren das Abendgebet der Kirche an Maria. Sprich die alten Worte und vertraue ihr anschließend Deine eigenen Tränen an.
Lasset uns beten
Sei gegrüßt, o Königin, Mutter der Barmherzigkeit, unser Leben, unsre Wonne und unsere Hoffnung, sei gegrüßt! Zu dir rufen wir verbannte Kinder Evas; zu dir seufzen wir trauernd und weinend in diesem Tal der Tränen. Wohlan denn, unsre Fürsprecherin, wende deine barmherzigen Augen uns zu und nach diesem Elend zeige uns Jesus, die gebenedeite Frucht deines Leibes. O gütige, o milde, o süße Jungfrau Maria. Amen.
Maria, dieses Gebet nennt die Welt ein Tal der Tränen, und an manchen Tagen weiß ich genau, was damit gemeint ist. Es gibt Sorgen, die ich niemandem sage, und eine Müdigkeit, die tiefer geht als der Schlaf. Dir kann ich sie sagen. Du hast selbst geweint, unter dem Kreuz, und Du hast nicht aufgehört zu hoffen.
Wende Deine barmherzigen Augen zu mir und zu denen, die ich Dir heute bringe: zu den Kranken in meiner Familie, zu den Menschen, mit denen ich zerstritten bin, zu allen, die keine Hoffnung mehr sehen. Zeige uns Jesus. Nicht erst am Ende, sondern schon jetzt, mitten in diesem Tal.
Sei meine Fürsprecherin, wenn mir die Worte fehlen. Sei meine Königin, wenn ich die Orientierung verliere. Und sei meine Mutter, wenn ich einfach nur getröstet werden möchte. Amen.
Segen
Maria, Mutter der Barmherzigkeit, führe Dich sicher zu ihrem Sohn Jesus.
So betest du dieses Gebet
- Such dir einen ruhigen Moment und atme langsam.
- Lies das Gebet laut oder im Herzen.
- Füge vor dem Amen dein eigenes Anliegen hinzu.
Häufige Fragen
Wie alt ist das Salve Regina?
Das Gebet stammt aus dem 11. Jahrhundert und wird oft Hermann dem Lahmen von der Reichenau zugeschrieben. Es ist eine der vier großen Marienantiphonen und wird am Ende des Rosenkranzes und in der Komplet gebetet.
Wann wird das Salve Regina gebetet?
Traditionell vom Dreifaltigkeitssonntag bis zum Beginn des Advents als Abschluss des Stundengebets. Es ist außerdem das klassische Schlussgebet des Rosenkranzes und wird in vielen Klöstern jeden Abend gesungen.
Warum heißt Maria Königin?
Weil sie die Mutter Jesu ist, des Königs, und als Erste an seiner Herrlichkeit teilhat. Der Titel drückt Ehrfurcht aus, nicht Distanz: Das Gebet nennt sie im selben Atemzug gütig, mild und süß.
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