Dankgebet
Um ein dankbares Herz für alles, was Gott schenkt
Redaktionsteam von Morning Prayer · Aktualisiert: November 2026
Wir bitten oft und danken selten. Dieses Dankgebet lädt Dich ein, einmal nichts zu erbitten, sondern einfach zu sehen, was Du schon hast.
Lasset uns beten
Guter Gott, heute komme ich nicht, um zu bitten. Heute komme ich, um Danke zu sagen.
Danke für mein Leben. Ich habe es nicht verdient und nicht erarbeitet; Du hast es mir geschenkt. Danke für jeden Atemzug, den ich nehme, ohne daran zu denken. Danke für meinen Körper, der mich trägt, auch wenn er nicht perfekt ist.
Danke für die Menschen, die mich lieben: für die, die heute Morgen neben mir aufgewacht sind, für die, die anrufen, für die, die mich kennen und trotzdem bleiben. Danke auch für die Menschen, die mich herausfordern, denn durch sie wachse ich.
Danke für das Brot auf meinem Tisch, für sauberes Wasser, für ein Dach über dem Kopf. Ich vergesse so leicht, dass das für Millionen Menschen nicht selbstverständlich ist.
Danke für die Schönheit der Welt: für das Licht am Morgen, für den Wind in den Bäumen, für Musik, für das Lachen von Kindern.
Danke für den Glauben, der mich trägt, für Deine Kirche, so unvollkommen sie ist, für Dein Wort, für die Sakramente, für die Gewissheit, dass ich Dir nicht gleichgültig bin.
Danke auch für das Schwere, das ich erst im Rückblick verstanden habe. Für Türen, die sich geschlossen haben, damit andere sich öffnen konnten. Für Tränen, die mich weicher gemacht haben.
Und danke für Jesus, Dein größtes Geschenk. Für sein Leben, seinen Tod und seine Auferstehung, die mir Hoffnung geben, die über alles hinausreicht.
Mach mich zu einem dankbaren Menschen, Herr, heute und alle Tage. Amen.
Segen
Der Gott, der Dich reich beschenkt, erfülle Dein Herz mit Dankbarkeit und Freude.
So betest du dieses Gebet
- Such dir einen ruhigen Moment und atme langsam.
- Lies das Gebet laut oder im Herzen.
- Füge vor dem Amen dein eigenes Anliegen hinzu.
Häufige Fragen
Warum ist Danken im Gebet so wichtig?
Dankbarkeit verändert den Blick: Wer dankt, sieht, was er hat, statt nur, was fehlt. Der Apostel Paulus schreibt: Seid dankbar in allen Dingen. Danken ist zugleich die Grundhaltung der Eucharistie, deren Name wörtlich Danksagung bedeutet.
Wie kann ich Dankbarkeit zur Gewohnheit machen?
Viele Menschen nennen jeden Abend drei Dinge, für die sie dankbar sind, oder schreiben sie in ein Dankbarkeitstagebuch. Ein kurzes Dankgebet am Morgen oder vor dem Essen hilft ebenfalls.
Kann ich danken, auch wenn es mir schlecht geht?
Ja, und oft ist das besonders heilsam. Es geht nicht darum, Leid zu verleugnen, sondern mitten im Leid das Gute zu sehen, das bleibt: einen Menschen, einen Sonnenstrahl, Gottes Nähe.
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