Vater unser: Das Gebet des Herrn
Das Gebet, das Jesus selbst uns gelehrt hat
Redaktionsteam von Morning Prayer · Aktualisiert: November 2026
Das Vater unser ist das Gebet, das Jesus seinen Jüngern beigebracht hat. Bete es langsam und mach danach die anschließende Bitte zu Deiner eigenen.
Lasset uns beten
Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
Vater, ich habe diese Worte schon so oft gesprochen, dass sie mir leicht über die Lippen gehen. Heute möchte ich sie neu meinen. Wenn ich sage: Dein Wille geschehe, dann meine ich auch die Dinge, die ich mir anders wünsche. Wenn ich sage: Unser tägliches Brot, dann denke ich an die, die heute hungern, und an meine Verantwortung für sie. Wenn ich sage: Wie auch wir vergeben, dann fällt mir ein Name ein, und ich bitte Dich, hilf mir, es ernst zu meinen.
Lass dieses Gebet in mir arbeiten. Mach mich zu einem Menschen, der Deinen Namen heiligt, nicht nur mit Worten, sondern mit seinem Leben. Erlöse mich von dem Bösen, das von außen kommt, und von dem, das in mir wohnt. Du bist mein Vater, und ich bin Dein Kind. Daran will ich mich heute festhalten. Amen.
Segen
Der Vater im Himmel, der Dich kennt und liebt, segne Dich und alle, für die Du betest.
So betest du dieses Gebet
- Such dir einen ruhigen Moment und atme langsam.
- Lies das Gebet laut oder im Herzen.
- Füge vor dem Amen dein eigenes Anliegen hinzu.
Häufige Fragen
Woher stammt das Vater unser?
Jesus selbst hat es seine Jünger gelehrt, als sie ihn baten, ihnen das Beten beizubringen. Es steht im Matthäusevangelium (Kapitel 6) und in kürzerer Form im Lukasevangelium (Kapitel 11).
Warum heißt es katholisch Vater unser und nicht Unser Vater?
Die deutsche Wortstellung folgt dem lateinischen Pater noster und ist seit Jahrhunderten im Gottesdienst gewachsen. Inhaltlich ist beides gleich; der ökumenische Text wird heute von allen großen Kirchen gemeinsam verwendet.
Gehört die Schlusszeile Denn dein ist das Reich dazu?
Dieser Lobpreis (Doxologie) stammt aus der frühen Kirche und wird in der katholischen Messe nach einem kurzen Einschub gesprochen. Im privaten Gebet kannst Du ihn direkt anschließen.
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